Wie Destination Selling funktioniert

Ein warmer Sommertag, die Anreise mit dem Zug war unkompliziert, auf dem Hotelzimmer erwartet mich bereits ein Obstkorb und eine handgeschrieben Karte und es riecht nach frisch aufgebrühten Kaffee. Aufmerksames Personal empfängt mich und es erklingt leise Hintergrundmusik. Im lokalen Café nebenan gibt es frisch zubereitete Stullen und eine liebevoll angerichtete Quinoa Bowl. Gegenüber kann ich schon den grün angelegten Park sehen – ich bin happy und zufrieden.

Ja, genau. So einfach ist es Destination Selling zu betreiben – wir erzählen eine richtige Geschichte. Vorab möchte ich Euch eine Frage stellen: Wie oft habt Ihr bereits eine Stadttour gemacht und die zahlreichen lokalen Dienstleistungen in Anspruch genommen?

 

Wir wissen schon lange, dass beim Destination Selling keine Fakten sondern echte Emotionen überzeugen. Warum sollten wir uns mit der Destination identifizieren? Ganz einfach: Sobald Sie in die Planungsphase gehen stellt sich zuerst die Frage: Wo soll mein Event überhaupt stattfinden? 

Meine Motivation ist es Euch zu zeigen was sich mittlerweile getan hat. Wie uns die Hotellerie begeistert und wozu die Branche wirklich fähig ist. Dabei spielt der Ort, die Lage und das Umfeld eine entscheidende Rolle. 

Kollaborationen werden neu definiert und der lokale Markt vereint sich. Cafés nebenan und Brauereien um die Ecke gehören zur Destination dazu. Sie alle erzählen uns eine Geschichte und tragen dazu bei, dass sich die Gäste wohl fühlen.

Die Planenden

Wir sprechen seit geraumer Zeit über Themen wie Mobilität und Nachhaltigkeit. Doch wie wichtig ist es ihnen wirklich? Wie zielgerichtet gehen wir eigentlich an die Auswahl der Event Destination. Weite Anreisen müssen vermieden oder eben durch nachhaltige Shuttlemöglichkeiten ergänzt werden. Wieso machen wir uns zu wenig Gedanken darüber?

Sobald die Tagesveranstaltung erfolgreich vorbei ist freuen wir uns als Teilnehmer alle auf das Abendevent. Der krönende Abschluss: Kühle Drinks und Tapas runden eine gelungene Veranstaltung ab. Wurde im Vorfeld proaktiv ein Shuttle angeboten um zahlreiche Taxifahrten zu vermeiden? 

…und dann sind auf der anderen Seite die Event Manager.

Ist das nun auch noch unsere Aufgabe? Abseits von der klassischen Event Organisation wie Catering Konzepte, Mobiliarbestellungen, Dekorationskonzepten und detaillierten Kostenaufstellungen.

Wie tickt der Markt und warum möchten so viele nach Österreich und Spanien? Wie hat sich das Pricing, Margen und Durchschnittsraten verändert. Ein kurzer Blick reicht nicht – reisen, erleben, sehen und testen. Das beste Angebot nützt nichts, wenn die Destination und Lage nicht überzeugt.

 

˶Ich muss zugeben, wenn man es schafft sein Team für die Lage so zu begeistern, dass man sich schon auf die Zunge beißen muss um still zu sein – Chapeau! Verbunden mit einer unbändigen Leidenschaft für die Branche und das angebotene Produkt an, 6er im Lotto!˝ 

Saskia Klinder – Hotel & Location Expertin, Gründerin

Ein Tipp vorweg: Wann immer sie beeinflussen, inspirieren und aufklären wollen – verbinden sie es mit einer authentischen Geschichte. Glaubhaft und mit einer gewissen Euphorie.

Verbinden sie Fakten auf eine interessante Art und Weise. Zeigen sie ihnen neue Perspektiven auf. Es gibt ihrem Gegenüber auf Raum für kreative Ideen und neue Lösungsansätze.

Je Öfter wir davon erzählen und es verinnerlichen überzeugter sind meine Gäste.

Corona hat mich dazu veranlasst noch mehr von der Welt zu sehen. Über 300 x Locations habe ich in den letzten 1 1/2 Jahren besichtigt. Jeden Ort schaue ich mir genau an und entscheide was zu wem passt. 

Nach diesem Erstgespräch grinsen alle beteiligten und die Tour geht weiter. Nun dürfen ihr die Location verkaufen ;-).

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